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Pflegeanleitung für Stilleinlagen (PDF)

Was Sie über Stilleinlagen aus Wolle und Seide wissen sollten

"Stilleinlaqen aus Wolle und Seide kann man nicht kochen um sie
keimfrei zu machen." Sind sie trotzdem hygienisch einwandfrei?

Was Sie über Stilleinlagen aus Wolle und Seide wissen sollten:

  • Wolle und Seide sind tierische Eiweißfasern, die ohne kochen hygienisch einwandfrei sind. Keime aller Art finden auf Wolle und Seide keinen Nährboden.
  • Schurwolle ist temperaturausgleichend. Die empfindliche, gespannte Brust wird gewärmt, was übereinstimmend von allen Frauen als angenehm empfunden wird.
  • Wolle saugt bis zu 40% des Eigengewichtes an Feuchtigkeit auf und fühlt sich trotzdem trocken an. Die Haut um die Brustwarzen bleibt trocken. Wundsein wird vorgebeugt.
  • Die gekräuselten Wollhaare bewirken, dass Lufträume zwischen dem Material enstehen, die sich nicht mit Flüssigkeit füllen. Dadurch wird der Druck der Kleidung auf die Haut abgeschwächt und die Luft kann zirkulieren. Die Haut kann atmen, wird sanft massiert, abgehärtet und der Milchfluss wird angeregt.
  • Der natürliche Lanolingehält der Wolle verseift mit Flüssigkeit. Er enthält Vitamine und wirkt regenerierend, bakterien- und enzündungshemmend. Bereits wunde Haut kann heilen. Ragaden und Vereiterungen bilden sich zurück.
  • Gesponnene Maulbeerseide ist glatter als Wolle. Sie ist fein, weich und leicht. Das Tragegefühl von Seide auf der Haut ist einmalig angenehm.
  • Maulbeerseide verursacht keine Reizungen der Haut und ist deshalb auch bei Wollallergie hautverträglich. Sie wärmt im Winterund kühlt im Sommer. Das macht sie ideal für heiße Tage.
  • Hautausscheidungen werden durch naturbelassene Seide neutralisiert. Sie nimmt bis zu 30% ihre Eigengewichtes an Feuchtigkeit auf, ohne sich nass anzufühlen.
  • In Kombination mit Wolle sind Seidenstilleinlagen beonders saugfähig (3-lagig mit Zwischenlage Wolle)
  • Bei Verwendung von femilan-Stilleinlagen kann auf das eincremen der Brust mit Heilsalben verzichtet werden.
  • femilan-Stilleinlagen sind nach leichtem Auswaschen mit Wollwaschmittel oder Shampoo wieder verwendbar. Das macht sie preiswert.

 

"Stilleinlaqen aus Wolle und Seide kann man nicht kochen um sie keimfrei zu machen." Sind sie trotzdem hygienisch einwandfrei?

Wolle und Seide sind tierische Einweißfasern. Diese Tiereiweißfasern haben die Eigenschaft, Feuchtigkeit von der Oberfläche in den Zellkern bzw. das Zellinnere abzuleiten. Die Oberfläche wird trocken, und mit der Feuchtigkeit wird Keimen aller Art die Lebensgrundlage entzogen. Neben vielen anderen guten Eigenschaften der tierischen Fasern scheint mir diese besonders geeignet, das bakterien- und pllzwidrige Verhalten von Wolle und Seide zu erklären. Wolle ist ja von Natur aus dazu gedacht, die Tiere außen vor Kälte zu schützen. Felle werden aber nicht von irgendwelchen Keimen befallen, die dann zur Erkrankung des Tieres führen.

Eiweißfasern brauchen also gar nicht gekocht (=Abtötung von Keimen) zu werden, um hygienisch ein-wandfrei zu sein. In der gesamten von mir erreichten Literatur über Wolle gibt es keinen Hinweis auf Ubertragung von Keimen durch Wolle.

Im Gegensatz dazu sind Pflanzenfasern aus Kohlehydraten aufgebaut, z.B. Baumwolle. Unter Feuchtigkeit quellen sie auf, und die feuchte Oberfläche sorgt für eine reichliche Vermehrung von Keimen aller Art. Wenn man ein feuchtes Handtuch aus Baumwolle oder Leinen zusammen rol lt und liegen läßt, dann bilden sich nach kurzer Zeit grüne Schimmelflecken, und es entsteht ein muffiger Geruch, der aus den Stoff-wechselprodukten der Schimmelpilze herruhen.

Die Stilleinlagen werden von Stillgruppenleiterinnen und Hebammen uneingeschränkt empfohlen. Werden Wolle bzw. Seide auf empfindliche oder wunde Brustwarzen gelegt, so heilen diese ab. Luftdurchlässigkeit, Wärme und Druckminderung werden zusätzlich als besonders wohltuend empfunden.